Menyanthes trifoliata Linnaeus

Pflanzenbild Bildquelle. Der Habitus der Pflanze.

Pflanzl. Fam.:

Menyanthaceae - Fieberkleegewaechse

Andere Namen:

Fieberklee, Bitterklee, Sumpfklee, Biberklee, Gallkraut, Dreiblatt, Magenklee, Ziegenlappen, Butterklee. (#104/384) Bocksbohne, Fieberklee, Scharbocksklee, Sumpfdreiblatt Bitterklee. (#144)

Inhaltsstoffe:

Menyanthin, das Glykosid Meliotosid, etwas aetherisches Oel, Phytosterin, geringe Mengen des Alkaloides Gentianin, Tannine, Cholin. (#104/385)

Bitterkleeblaetter enthalten als Bitterstoffe Secoiridoidglykoside. (#144)

Vorkommen:

Der Bitterklee ist in Amerika, Asien und Europa beheimatet. Importiert wird die Droge aus Osteuropa. (#144)

Allgemeines:

Bitterkleeblaetter sind in wenigen Fertigarzneimitteln aus der Gruppe der Leber-Galle-Mittel und Staerkungsmittel enthalten. Homoeopatische Zubereitungen aus der frischen Pflanze werden bei Erkrankungen des Nervensystems und Erkaeltungskrankheiten verwendet. (#144)

Aussehen:

Der Bitterklee ist eine mehrjaehrige, bis zu 30 cm hoch wachsende Pflanze und bevorzugt feuchte Standorte, z.B. Moore. Die Blaetter sind wie beim Klee dreiteilig, jedoch viel groesser. Die weissen Blueten stehen auf einem blattlosen Schaft in dichten Trauben und sind auf der Innenseite baertig behaart. (#144)

Droge:

Die Blaetter. (#104/385, #110/312)

Verwendet werden die zur Bluetezeit gesammelten und getrockneten Blaetter.(#144)

Aufbewahrung:

Das Sammelgut im Schatten in duennen Schichten trocknen und in Glas- oder Porzellangefaessen aufbewahren. (#104/385)

Wirkungen:

Ein sehr bitteres Kraut, wirkt harntreibend, abfuehrend, verdauungsanregend und die Lymphatische Drainage verbessernd. Innerlich bei Appetitlosikgiet, Arthritis, Rheumatismus, Muskelschwaech bei Myalgischer Enzephalomyelitis (ME), chronischen Infektionen, verbunden mit Schwaeche und Erschoepfung; bei Gelenk- und Muskelschmerzen mit Cimicifuga racemosa oder Apium graveolens. Ueberdosis verursacht Erbrechen. Nicht fuer Patienten mit Durchfall, Ruhr oder Dickdarmentzuendung. (#110/312)

(#104/385)

Bitterkleeblaetter enthalten als Bitterstoffe Secoiridoidglykoside und werden wie z.B. Enzianwurzel oder Tausendgueldenkraut zur Behandlung von Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden verwendet. Durch die Bitterstoffe kommt es zu einer Anregung der Magensaft- und Speichelsekretion.
Die frueher uebliche Anwendung bei Fieber gilt heute als ueberholt, da Bitterklee keine fiebersenkenden Eigenschaften besitzt. (#144)

Pflanzenbild Bildquelle. Die Pflanze.

Dosis:

Tee:
0,5 bis 1 Teeloeffel zerkleinerte, getrocknete Bitterkleeblaetter (etwa 0.5 bis 1g) werden mit ca. 150 ml siedendem Wasser uebergossen und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Bis zu 3 mal taeglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse frisch bereiteten Tee trinken. (#144)

Warnhinweise:

Nicht waehrend Schwangerschaft und Stillzeit anwenden! (#144)

Nicht anwenden bei Durchfall, Magen- oder Darmgeschwueren oder bei entzuendlichen Darmerkrankungen! (#144)

Die Anregung der Magensaeureproduktion koennen das Krankheitsbild verschlechtern. In hohen Dosen kann Bitterklee reizend auf den Magen-Darm-Trakt wirken. (#144)


Bildquellen:

Abbildung 1: Zeichner/in: unbekannt; Bild entnommen aus: WURZER Walter: "Die Grosse Enzyklopaedie der Heilpflanzen. Ihre Anwendung und Ihre Natuerliche Heilkraft.", Neuer Kaiser Verlag, 1994.

Abbildung 2: Zeichner/in: unbekannt; Quelle: Britton & Brown Illustrated Flora - 2nd Edition (1913) "An Illustrated Flora of the Northern United States and Canada";


Bibliographie:

Das Quellenverzeichnis der Enzyklopaedie