Safer Use beim Injizieren


Desinfezieren vor der Injektion

Man sollte auf jeden Fall die Stelle an der man den Einstich in die Vene plant mittels eines Alkotupfers desinfeszieren. Damit wird verhindert, dass Verunreinigungen in die Vene gelangen.

Das Injektionsbesteck

Verwenden Sie auf jeden Fall Einwegspritzen, keine Insulinspritzen, da deren Nadeln abbrechen koennen. Weiters sollten sie destilliertes Wasser verwenden, damit keine Bakterien und Viren oder gar Pilze in die Injektionsloesung kommen. Destilliertes Wasser kann ueber Apotheken und Drogerien problemlos guenstig besorgt werden. Nadeln gibt es in den verschiedensten Groessen (18,20,...) mit verschiedenen Laengen, probieren Sie aus, welche sie am besten verwenden koennen. Spritzen gibt es ebenfalls in verschiedenen Groessen. Fuer Heroin oder Morphin oder Kokain eignen sich die 2ml Varianten am besten, gegebenfalls noch die 1ml Variante, fuer Methadon, da dies haeufig mit viel Wasser verschnitten ist, muessen sie 10ml oder ml Spritzen verwenden. Denken Sie daran, wenn Sie Methadon fixen, dass Sie eine wirklich sehr gute Vene benoetigen, dennn 10ml Fluessigkeit koennen Sie auf keinen Fall in den Muskel injezieren!

Spritze

Sterile Einwegspritzen verwenden

Verwenden Sie auf jeden Fall neue und sterile Einwegspritzen, welche vakuumverpackt sind und entsorgen Sie die Spritzen dann ordnungsgemaess.

Schwebstofffilter verwenden

Es gibt Schwebstofffilter, die zwischen Spritze und Nadel gesteckt werden koennen und ueber eine poroese Filterplatte verfuegen, die die mikroskopisch kleinen Schwebstoffe herausfiltrieren koennen. Bei injektionsfertigen Ampullen muessen keine Schwebstofffilter verwendet werden. Vor allem wenn Sie aber Tabletten injizieren, die keineswegs dafuer geeignet sind, sollten Sie diese Filter verwenden.

Verschiedene Einstichstellen verwenden

Verwenden Sie immer eine neue Einstichstelle, da es ansonsten zur Knorpelbildung und Verhaertung der Venen kommt. An diesen Stellen kann dann nicht mehr injiziert werden.

Injizieren in Herzrichtung

Injeziert wird stets in Richtung Herzen, damit wird verhindert, dass die duennen Kapillargefaesse platzen.

Oraler Konsum statt Injizieren

Viel sicherer und gesuender als das Injizieren ist der orale Konsum der Droge, sofern dies moeglich ist. Schlucken hat aber auch Nachteile - das Überdosisproblem ist nur gemindert nicht geloest. Im Notfall muss Erbrechen ausgeloest werden sollte sich eine Überdosis ankuendigen, insofern dies ueberhaupt noch moeglich ist und die Person nicht schon bewusstlos ist. Auf jeden Fall werden durch den oralen Konsum die Venen geschont.

Rektaler Konsum statt injizieren

Opioide koennen auch rektal eingenommen werden, wie Zaepfchen. Dazu wird eine Spritze bereitet, wie wenn man injizieren wuerde. Doch es wird keine Nadel aufgesetzt und die Spritze wird nun 1cm tief in den Anus eingefuehrt. Vergessen Sie nicht die Loesung gruendlich abkuehlen zu lassen, denn die Schleimhaeute im Enddarm sind sehr empfindlich. Jezt koennen Sie, genauer gesagt ihr Freund die Loesung langsam hineindruecken. Alleine ist diese Form des Konsums kaum moeglich, sie benoetigen eine zweite Person. (Da wurde ich eines besseren belehrt - geht schon in der Hocke, da habe ich eine email bekommen, von jemanden der helfen wollte-danke)

Rauchen statt Injizieren

Injezieren ist die gefaehrlichste Form des Drogenkonsums. Die Gefahr Verunreinigungen in das venoese System hineinzubringen und die Gefahr einer Überdosis muessen erwaehnt werden. Um diesen Problem aus dem Weg zu gehen, kann man die Droge meist auch Rauchen:

Rauchen von Heroin

Handelsuebliches Heroin ist meist rauchfertig. Sollten Sie doch einmal mit der wasserloeslichen Form (der Salzform) von Heroin konfrontiert werden muessen sie das Heroinsalz in die freie Base umwandeln. Dazu koennen Sie das gleiche Verfahren benutzen, was weiter unten, bei Morphin beschrieben steht.

Rauchen von Morphin

Handelsuebliche Morphintabletten liegen als Sulfat oder Hydrochlorid vor. Diese Salzformen von Morphin koennen nicht direkt geraucht werden, sondern man muss die freie Base rauchen. Dieses Verfahren wird auf englisch free-basing genannt und wurde zuallererst bei Kokain beobachtet. Doch auch Morphinhydrochlorid und Morphinsulfat eignen sich fuer das free-basing. Zuallerst muss die Tablette in Loesung gebracht werden, indem man sie mit Wasser erhitzt. Die Salzformen von Morphin sind gut wasserloeslich im Gegensatz zur freien Base. Nachdem die Tablette in Loesung gegangen ist (manchmal muss sie auch noch zerstampft werden) muss man sie abkuehlen lassen. Talg, eine Beimischung bei manchen Morphinformen (Substitol ®) faellt nun aus und man kann die Morphinloesung vorsichtig durch einen Filter in eine Spritze aufziehen. Jetzt wird diese Loesung in einen zweiten, sauberen Loeffel gegeben. Nun wird tropfenweise eine starke Lauge hinzugefuegt. Sofort faellt die freie Base aus, da sie wassserunloeslich ist und schwimmt oben auf dem Wasser. Man tropft solange Lauge hinzu bis keine Morphinbase mehr ausfaellt. Nun muss nur noch das Wasser entfernt werden und die getrocknete freie Base von Morphin kann nun auf Alufolie geraucht werden.

Schnupfen statt Injizieren

Sicherer als Injezieren erweist sich das Schnupfen. Gesuender auch als Rauchen, da keine Schadstoffe in die Lunge eingeatmet werden. Vor allem die Rueckstaende aus dem free-basing koennen sehr aggresiv gegen die Lungenzellen sein. Geschnupft werden kann das Salz einer Verbindung. Beim Kokain, das ueblicherweise als Hydrochlorid in den Handel kommt ist keine Umarbeitung noetig. Morphin muss vor allem vom Talg und anderen Tablettenbildenden Substanzen (Lebensmittelfarben,...) gereinigt werden bevor es geschnupft werden kann. Heroin kann sowohl als freie Base als auch in der Salzform geschnupft werden. Bei Kokain muss aber bedacht werden, dass es die Nasenschleimhaeute schaedigt, im Extremfall kommt es sogar, bei chronischen Konsum, zum Durchbruch der Nasenschleimhaeute.