Theobroma cacao Linnaeus

Pflanzenbild

Bildquelle. Blatt der Pflanze.

Pflanzl. Fam.:

Sterculiaceae

Vorkommen:

Schon zur des Freiherrn von Bibra war die Pflanze in Amerika und Asien verbreitet. (#95/113)

Inhaltsstoffe:

Theobromin; (#69/169)

Andere Namen:

Theobroma (Goetterspeise), Kakaobaum;

Allgemeines:

Kakao ist eine nicht mehr wegzudenkende Konsumpflanze unserer Kultur geworden. Sie wird in mannigfachen Verarbeitungsformen zum Konsum angeboten. Sei es als Getraenk oder in Form von Schokolade.

Pflanzenbild Bildquelle. Eine Abbildung des Kakaobaumes.

Aussehen:

Niederer Baum, mit einfachen grossen Blaettern und stammbuertigen Blaettern und stammbuertigen Blueten ("Kauliflorie"). Er besitzt grosse Blaetter, gurkenaehnliche Fruechte mit zahlreichen Samen, die sog. "Kakaobohnen", die in den maechtig entwickelten Keimblaettern viel Fett (Kakaobutter) und das Alkaloid Theobromin enthalten. (eigen)

Ernst Freiherr von Bibra gibt in seinem klassischen Drogenlexikon: "Die narkotischen Genussmittel" folgende genaue Beschreibung der Kakaopflanze an:

15-20, teilweise bis 40" hoher Baum: schlank; Rinde: zimtbraun; Holz: weiss, poroes, loecherig; Blaetter: 10-12" lang, 3" breit, haengen abwaerts auf zolllangen, starken Stielen, dunkelgruen, unten etwas heller. Blueten: zahlreich, in kleinen Buescheln, laengs den Aesten und Zweigen; der Kelch 0,5" lang, blass, innen roetlich; Blumenblaetter: kuerzer, gelb, blass fleischrot. Staubfaeden: rosenroth; Fruechte: ellipsoidisch, 6-9" lang, max. Durchmesser 3-5"; zehnfurchig, rothbraun; 4 Monate Reifezeit; Cacao befindet sich in einer zelligen, weisslichen, weichen Substanz, schmeckt suess-saeuerlich; (#95/113)

Pflanzenbild Bildquelle. Aztekische Darstellung des heiligen Kakaobaumes, Symbol der Himmelsrichtung Sueden.

Sucht:

Es wurde nie eine Abhaengigkeit von dieser Pflanze, bzw. ihren Produkten, bekannt; (eigen)

Entgiftung:

Es sind keine Vergiftungen bekannt geworden; (eigen)

Geschichte:

Kakao war schon frueher in Amerika verbreitet. (#95/114)

Kakaobohnen wurden im alten Mexiko als Waehrung verwendet, vor allem um die Dienste von Prostituierten zu bezahlen. (#71/41)

1520: Spanische Eroberer brachten den Kakao nach Europa. (#95/114f.)

1841: Woskrnsky entdeckte Theobromin in den Kakaobohnen. (#95/119f.)

1855: Ernst Freiherr von Bibra beschreibt in seinem Buch, einem Klassiker der Drogenforschung, "Die narkotischen Genussmittel und der Mensch" Geschichte, Kultur und Bereitungen des Kakaos. (#95)

Allgemeines:

Kakao ist ein weitverbreitetes Genussmittel in unserer Zeit. Urspruenglich aus Amerika stammend erreichte es inzwischen fast die ganze Welt; Kakao ist eine milde Substanz, die kaum erregende Wirkung hat.

Coconusko, Caracas-Kakao, Trinidad Kakao, Guayaquil Cacao, Maranthon Cacao, Para-Cacao, Surinam Cacao, westindischer Kakao, Bourbon Cacao, .. - diese Sorten sind in dem schon sehr alten Buch des Freiherrn Ernst von Bibra aufgefuehrt worden. (#95/116)


Bildverzeichnis:

Abbildung 1; Zeichner: unbekannt; Quelle: Internet.

Abbildung 2; In: RAETSCH Christian, LIGGENSTORFER Roger (Hg.): "Pilze der Goetter.", AT Verlag, S. 41, Aarau, 1998.

Abbildung 3; In: RAETSCH Christian, LIGGENSTORFER Roger (Hg.): "Pilze der Goetter.", AT Verlag, S. 53, Aarau, 1998.


Bibliographie:

Das Quellenverzeichnis der Enzyklopaedie