Aktuelles

Regenbogenfest im Walterpark am Samstag den 27. Juli ab 15.00

Wir laden euch herzlich ein, am Samstag, 27.07. ab 14:00 im Waltherpark zum Regenbogenfest zu kommen. Wir wollen gemeinsam feiern, dass jede*r einzigartig ist und gemeinsam mit buntem Programm eine schöne Zeit haben.

Musikalisch versorgen uns drei Acts mit verschiedensten Klängen:

- FaulenzA (Trans*female Rap und Gitarrenlieder) FaulenzA spielt Trans*Pride-HipHop und Singer/Songwriter Musik. Sie ist eine trans*Frau und politische Aktivistin in queeren und linken Bewegungen. Sie fetzt die Normalität weg mit fetten tanzbaren Rap-Beatz, oder nimmt die Gitarre und begleitet ihre Songs selbst. FaulenzA möchte dich zum tanzen, zum lachen und weinen bringen.

Sie versucht sich selbst stark zu machen und freut sich in den Songs ihre Gefühle und Erfahrungen mit dir zu teilen. Ihre Musik ist ehrlich, intim und einfühlsam. Mal quatschig und lustig, mal melancholisch und warm, schön und zärtlich, oder ihre Musik geht wütend nach vorne. Sie ist FaulenzA`s Herzblut und Liebe. Sie ist ihre Wut, ihre Traurigkeit und Hoffnung. Sie ist ihre Welt aus Zuckerguss und Marzipan, mit Einhörnen und autonomen Mäusen. Komm mit! Wenn du magst, reist FaulenzA mit dir dorthin :-)

- Supa100 (Jazz, Blues, Pop - groovig, anders, supa)

- YOLO Collective (Queerfeministisches Duo) facebook/YOLO-Collective

Zum Mitmachen gibt es

Fürs leibliche Wohl ist auch gesorgt: es gibt veganes Essen und Getränke gegen freiwillige Spenden.

Freier Eintritt.

KostNix Wiedereröffnung am Samstag den 29. Juni ab 15.00

Das KostNix, der erste Umsonstladen in Innsbruck, hat einen neuen Platz gefunden. Innstraße 45, direkt beim Walterpark, gegenüber dem M-Preis und neben dem Plattenladen und den Kebabfrauen/männern.

Wir feiern die Wiedereröffnung im Rahmen des Anbruggen Stadtteilfestes und freuen uns euch im neuen KostNix-Nicht-Einkaufs-Zentrum in der Innstraße 45 begrüßen zu dürfen.

Weder Geld noch eine andere Gegenleistung wird von Kunden verlangt, wenn sie sich aus dem Sortiment mitnehmen möchten. Im KostNix darf jeder Gegenstände mitnehmen, die sie/er gebrauchen kann. Die einzige Bedingung dafür ist, dass man sie gebrauchen kann oder nett findet.

Umgekehrt kann hier auch jeder Waren vorbeibringen, die er nicht mehr gebrauchen kann oder nicht mehr gefallen. Dadurch verlieren die Gegenstände zwar ihren Geldwert, also den "Preis," aber nicht ihren Gebrauchswert. Dieses Prinzip kritisiert die Marktlogik und die Wegwerfgesellschaft und macht den Kapitalismus, hier und vorerst einmal im Kleinen später dann überall, überflüssig.

Nach 12 Jahren in der Höttinger Gasse, hat eine Immobilienfirma das Haus gekauft und unseren Mietvertrag nicht verlängert. Mehr dazu hier...

Hier gehts zu den aktuelle Öfnungszeiten.

Aktuelle Informationen gibt es auch über die Facebook-Seite

KostNix hat derzeit wegen Umzug geschlossen

Miete isst Seelen auf...

Der Innsbrucker Umsonstladen KostNix muss nach 12 Jahren durch Ankauf des Hauses von einer Immobilienfirma die Höttinger Gasse verlassen. Mit dem Auslaufen des Mietvertrags Ende April und der Verweigerung der neuen Vermieter*innen zu verlängern, ist dem KostNix der Raum entzogen worden, als auch den allmählich auslaufenden Verträgen der anderen Mieter*innen. Dies zeigt wieder einmal deutlich - die Interessen der Immobilienvertreter*innen und der Wirtschaft stehen prägnant über den Bedürfnissen der Menschen.

Das KostNix, ein beliebtes Projekt, das Alternativen zur Wegwerf- und Konsumgesellschaft bietet und die Bedürfnisse von Personen in den Vordergrund stellt, verliert seine Grundlage - einen konsumfreien Raum, in dem Menschen Sachen bringen können, die sie nicht mehr brauchen und andere jene mitnehmen können, wenn sie sie brauchen. 12 Jahre lang engagieren sich verschiedene Personen politisch und künstlerisch, dass ökonomische Schieflagen deutlich und praktisch verhindert werden und dass alle davon "profitieren" können. Diese Zeit war durchfressen von prekären Zuständen, die Subventionen reichten nicht einmal für die Hälfte der Fixkosten - durch solidarische Spenden und Engagement überlebte das KostNix jedoch immer.

Jetzt braucht der Umsonstladen einen neuen leistbaren und zentralen Raum, um sich weiterhin für eine solidarische Welt, in der Menschen das haben können, was sie brauchen, einsetzen zu können.


Schnecken*Paradies

Schnecken*Paradies Eröffnung/ Botanischer Garten/ 15. Juni 15.00

Weichtiere voran/ Das Paradies wartet schon/ Die Pause ist lang.

Am 15. Juni eröffnet das KostNix im Botanischen Garten Innsbruck die Installation Schnecken*Paradies. Für Getränke und Musik ist gesorgt. Die Installation wird durch das TKI und das Land Tirol gefördert.

Schneller! Besser! Effizienter! Produktiver! Die post-liberale Gesellschaft fordert von uns die Optimierung jedes Lebensbereichs. Egal, ob Lohnarbeit, Selbstständigkeit, Privatleben, Freizeit oder Sex, alles muss schneller werden. Die Auswirkungen dieses Beschleunigungszwangs für unsere Gesundheit, unsere Liebesbeziehungen und das Verständnis zwischen den Generationen sind nicht abzuschätzen. Mit der Verdrängung des Langsamen drohen auch das Scheitern, das Schwache und das Schöne zu verschwinden.

Die Installation das Schnecken*Paradies besteht aus einem erhöhten Schnecken-Gehege, in dem lebende Schnecken ihre Weichtier-Position verlassen und in Augenhöhe mit den Betrachtenden kommunizieren können. Ein ausgewogener Blick kann nur möglich sein, wenn die Hierarchien zwischen dem Langsamen und dem Schnellen gebrochen werden.

Più veloci! Meglio! Più efficienti! Più produttivi! La società post-liberale ci richiede l’ottimizzazione di ogni ambito di vita. Tutto deve diventare più rapido; si tratti di lavoro salariato, lavoro autonomo, vita privata, tempo libero o sesso. Le conseguenze di questo imperativo di accelerazione per la nostra salute, i nostri rapporti amorosi e la comprensione tra le generazioni non sono da sottovalutare. Rimuovendo tutto ciò che è lento rischia di scomparire anche l’esperienza del fallimento, della debolezza e della bellezza.

L’installazione consiste in un recinto di lumache sollevato in cui lumache viventi abbandonano la loro posizione di molluschi e si elevano all’altezza dello sguardo degli osservatori per poter comunicare con essi. Uno sguardo equilibrato può essere possibile soltanto se vengono spezzate le gerarchie tra il lento e il veloce.


Planeten Zerstörer Container

Im Rahmen des vom TKI finanzierten und vom KostNix-Laden Innsbruck kuratierten Projekts „Kapitalismus (Kritik) und Öffentlichkeit“ wird die Kunstinstallation „Planetary Destroyer Container“ in Tiroler öffentlichen Räumen in Nähe zu Einkaufszentren gezeigt werden.

Die Containerschifffahrt gehört zu den größten Verschmutzern der Umwelt. Tausende Transportschiffe werden mit einem Treibstoff betrieben, der aus Rückständen aus der Rohölaufbereitung hergestellt wird und sehr hohe Stickoxid, Schwefel- und Schwermetallgehalte aufweist. Die globale Hochseeschifffahrt verbrauchte 2018 600.000 Tonnen dieses hochgiftigen Brennstoffes täglich.

Das Review of Maritime Transport 2018 der Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen geht davon aus, dass die Containerschifffahrt um 4% jährlich zunehmen wird. Nichts desto trotz gibt es bislang keine verbindlichen Regeln die diesen Schadstoffausstoß begrenzt und alternative weniger schädliche Treibstoffe vorschreibt.

Das aus gesammelten Altmetallen zusammengeschweißte Objekt „Planetary Destroyer Container“ repräsentiert die Gefährdung des Planeten durch die Containerschifffahrt. Das Metallobjekt überlagert die ikonische Gestalt des Imperialen Zerstörers der Star Wars Filme mit signifikanten Merkmalen zeitgenössischer Containerschiffe. Auf diese Weise soll die bedrohliche Präsenz der Containerschifffahrt abgebildet werden. Das Objekt hat in etwa die Größe eines Kleinwagens.

Das Metallobjekt repräsentiert das wachsende öffentliche Bewusstsein für die kausale Beziehung zwischen kapitalistischer Globalisierung und Klimawandel. Experten und Journalisten sind sich einig, dass die globale Containerschifffahrt das fragile Ökosystem der Weltmeere bedroht. Trotz dieses Bewusstseins gelang es bislang nicht, den Treibstoff Verbrauch von Containerschiffen zu reglementieren oder den Konsum von Produkten aus Übersee effektiv zu reduzieren.

Die künstlerischen Intervention in der Nähe von Einkaufzentren hofft daher darauf die öffentliche Aufmerksamkeit auf die durch die Containerschifffahrt verursacht fortschreitende Zerstörung des Planeten und insbesondere seiner Ozeane zu richten. Darüber hinaus sollen Konsumenten dazu motiviert werden sich zu solidarisieren und ihren individuellen Boykott zu einer kollektiven Bewegung zu vereinen, deren Anliegen es ist Unternehmen und Regierungen dazu zu bringen, den Treibstoffverbrauch von Containerschiffen zu regulieren.