Acacia simplicifolia Druce

Pflanzl. Fam.:

Leguminosae - Huelsenfruechtler

Inhaltsstoffe:

In den Blaettern, Stamm und Zweigen befindet sich DMT. (#57/81)

In der Stammrinde sind angeblich bis zu 3,6% Alkaloide enthalten; davon sind 40% MMT, 22,5% DMT (=0,81% Gesamktgehalt) und 12,7% 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-beta-Carbolin. Die Blaetter enthalten bis zu 1% DMT, daneben MMT, N-Formil-MMT und 2-Methyl-1,2,3,4-tetrahydro-beta-Carbolin, berichten Poupat et al. im Jahre 1976. (#92)

Andere Namen:

Der botanisch anerkannte Name fuer diese Pflanze ist Acacia simplex (Sparrm.) Pedley. (#147)

Acacia laurifolia A. Gray; Acacia laurifolia Willd.; Acacia simplicifolia Druce; Mimosa simplicifolia L. f.; Tataagia; (#147)

Vorkommen:

Argentinien: Santa Cruz; Pazifischer Ozean (einheimisch): Fiji, 2, Nord-Marianen (Unsicher), Samoa, Tonga, Vanuatu;
Suedamerika: Argentinien (eingefuehrt); (#147)

Allgemeines:

Diese Pflanze gehoert zur Familie der Akazien (Acacia). Einzelne Vertreter dieser Familie sind vor allem fuer die Produktion von Gummi arabicum bekannt geworden. (eigen) Erst in letzterer Zeit haeufen sich Berichte ueber psychoaktive Inhaltsstoffe in dieser Pflanzenfamilie. Einzelne Acacia-Arten enthalten beta-Karboline, aber auch halluzinogeneTryptamine, (&1, #55, #62) welche uebrigens im Pflanzenreich weit verbreitet sind. So sind beispielsweise viele Virola-Arten tryptaminhaeltig, aber auch die Halluzinogene enthaltenden Pilzfamilien Panaeolus, Psilocybe, Pluteus, und andere, erhalten ihre Wirkung durch die halluzinogenen Tryptamine Psilocin, Psilocybin und Baeocystin. Auch die Rauschdroge ayahuaska basiert auf der Wirkung von halluzinogenen Tryptaminen, vor allem auf den Gehalt von DMT und 5-Methoxy-DMT. (eigen)

Rinde und Blaetter eignen sich fuer die Herstellung von ayahuaska. (#92)

Aussehen:

Mehrjaehriger, kletternder Baum. (#147)

Droge:

Rinde, Blaetter. (#92)

Wirkungen:

Da die Pflanze die gleichen Inhaltsstoffe, wie die Virola-Schnupfpulver enthaelt, ist mit einer sehr aehnlichen, halluzinogenen Wirkung zu rechnen. Es existieren jedoch noch derzeit keine spezifischen Beschreibungen ueber die Wirkungsqualitaet dieser Pflanze. Es soll deshalb an dieser Stelle an die Beschreibungen von DMT (Dimethyltryptamin), aber auch an die Abhandlungen ueber Pflanzen, die auch DMT enthalten verwiesen werden. Besser untersuchte DMT-haeltige Pflanzen sind vor allem in der Virola-Pflanzenfamilie zu finden, aber auch Banisteriopsis rusbyana, der Hauptwirkstoff des ayahuasca-Rauschgetraenkes Amazoniens, erhaelt seine Wirkung durch DMT. Es ist laut Raetsch mit starken Wirkungen zu rechnen. (eigen)

Sucht:

Es ist weder eine koerperliche, noch eine geistige Abhaengigkeit bekannt geworden. (eigen)

Geschichte:

1976: Poupat et al. isolierten DMT aus der Pflanze. (#57/81)


Bibliographie:

Das Quellenverzeichnis der Enzyklopaedie