Der Hut ist 1,5-4,2cm breit, duennfleischig, die Trama ist 1-3mm dick. Der Hut ist flach gewoelbt, nicht gebuckelt, auf gelblichem Grund mit purpurroten bis dunkelweinroten, spitzen, fast sparrigen Schuppen gleichmaessig besetzt, trocken, nicht hygrophan. Der Rand ist erst eingerollt, spaeter bleibt er eingebogen, und er ist scharf. Die Blaetter sind schmal (2-4mm), gedraengt, schwach ausgebuchtet und strichfoermig herablaufend, goldgelb, spaeter rostgelb. Sie haben eine nicht fleckige Schneide, die gleichfarben, ganzrandig, kahl und bauchig ist. Der Stiel ist voll, 3-8x0,6-1cm, zylindrisch bis schwach keulenfoermig, mittelbraun, in der Mitte purpurbraun ueberlaufen, grob faserig gestreift, Spitze hellbraeunlich, Basis und unterer Teil graublau verfaerbend, stumpf, einzeln oder zu 2-9 bueschelig wachsend. Die Cortina ist schwefelgelb, am Hutrand sehr ausgepraegt (fast haeutig) und hat an der Stielspitze eine filzige Zone, aber keinen eigentlichen Ring bildend, spaeter verschwindend. Trama: fleischig, etwas zaeh und saftarm, elastisch, im Hut hell schwefelgelb, hellblau bis gruenlichblau anlaufend, im Stiel blass braeunlich, in der Stielbasis rostocker, Geruch unauffaellig (etwas dumpfig), Geschmack herb, rettichartig, leicht bitterlich. Basidien: keulenfoermig, ca 3,5 mcm. lang, mit (1-)4 Sterigmen. Basidiosporen: ellipsoid bis dick mandelfoermig, feinwarzig ohne Plage, (6,2-) 7-8 (-12,3)x4,4-5,5(-7,0) mcm, mit einem Oeltropfen, ohne Keimporus. Sporenstaub: orangerotbraun. (40)
Der bekannte Leipziger Pilzforscher Jochen Gartz fuehrte folgende Beschreibung an:
Hut: 15-42mm breit, vereinzelt Uebergroessen bis 20cm Durchmesser, duennfleischig, flach gewoelbt, ungebuckelt, gleichmaessige Besetzung mit purpur- bis weinroten spitzen Schuppen auf gelbem Grund, trocken, Rand erst eingerollt, spaeter eingebogen, mitunter blaufleckig. Lamellen: Schmal gedraengt, schwach ausgebuchtet, goldgelb, spaeter durch Sporenreifung rostgelb, Schneide gleichfarben, ganzrandig, bauchig und kahl. Stiel: Nicht hohl, 6-10mm x 30-80mm, ausnahmsweise bis 15cm Hoehe, zylindrisch bis schwach keulenfoermig, mittelbraun grob faserig gestreift, unterer Stielteil und Basis graublau bis gruenlich bei Druck oder im Alter verfaerbend, einzeln oder in Gruppen bis zu 22 Pilzen wachsend. Cortina: Schwefelgelb, am Hutrand fast haeutig, an der Stielspitze filzig, jedoch keine Ausbildung eines eigentlichen Ringes, mit zunehmenden Alter verschwindend. Basidien: Ca. 35 mcm lang, keulenfoermig. Basidiosporen: Mit einem Oeltropfen, 6-12,5 x 4,3-7,3 mcm, ellipsoid bis mandelfoermig. (#51)
1887: Man fand in Kew in England im botanischen Garten eine neue Pilzart, die als Flammula purpurata Cooke & Massee bezeichnet wurde. Spaeter wurde der Flaemmling dann in G.p. umbenannt.
1969: Singer vermutete, dass die Pilze Psilocybin beinhalten.
1983: G.p. tauchte bei Ribnitz-Damgarten in Deutschland auf. (40, 51)
1988: Der erstmalige Nachweis von Psilocybin erfolgte durch Kreisel und Lindquist. (40, 51, 62/309)
1989: Der Nachweis von Baeocystin erfolgte durch Jochen Gartz.
1989: Ein Psilocybin-Nachweis wurde von Jochen Gartz ausgefuehrt. (40, 62/309)
1990: Jochen Gartz und Mueller publizierten nochmals ueber die Pilzart. (#62/309)
1991: Der Pilzforscher Jochen Gartz gab noch eine Forschungsarbeit zu dieser Pilzart heraus. (#62/309)