Anadenanthera colubrina (Vellozo) Brenan

Pflanzenbild

Bildquelle. Ein Zweig der Pflanze.

Inhaltsstoffe:

Die Samen enthalten DMT. (#32, #45) Die Variation A.c. var. cebil (Grisebach) Altschul. enthaelt in den Samen und in den Huelsen DMT. (#57/81)

Laut Trout's Notes aus dem Internet soll der Forscher Granier-Doyeux im Jahre 1965 DMT in den Samenhuelsen und Bufotenin, Bufotenin-oxid und DMT-oxid in den Samen festgestellt haben. (Neurosoup)

Laut Trous's Notes aus dem Internet soll der Forscher Schules R.E. im Jahre 1977 festgestellt haben, dass die Blaetter, Rinde und Samen DMT, 5-Methoxy-DMT und verwandte Verbindungen enthalten sollen. (Neurosoup)

Droge:

Samen, (#32, #45, #57) Samenhuelsen; (#57)

Andere Namen:

Sebil, (#11) Villca, (#32) Yopo, (#47) cebil (Nordargentinien), (#45, #57, #62) A. macrocarpa, (#45) huilca (Suedperu, Bolivien), (#11, #45, #62) vilca (Inka), (#11, #47, #57/46, #62, &1) A.c. var. cebil= Piptadenia macrocarpa, (#57/81, #62/165) cohoba, (#57/46) A.c. var cebil=curupay-curu. (#62/165) Acacia colubrina Mart.; Acacia grata Willd.; Mimosa colubrina Vell.; Piptadenia grata (Willd.) J.F. Macbr.;

Fuer die botanische Bezeichnung Anadenanthera colubrina (Vell.) Brenan var. cebil (Griseb.)Altschul wurden folgende Namen im ILDIS: LegumeWeb angegeben: Acacia cebil Griseb.; Anadenanthera macrocarpa (Benth.) Brenan; Piptadenia cebil (Griseb.) Griseb.; Piptadenia hassleriana Chodat; Piptadenia hassleriana Chodat var. fruticosa Chodat & Hassl.; Piptadenia macrocarpa Benth.; Piptadenia macrocarpa Benth. var. cebil (Griseb.)Chodat & Hassl.; Piptadenia macrocarpa Benth. var. genuina Chodat & Hassl.; Piptadenia macrocarpa Benth. var. plurifoliata Hoehne; Piptadenia macrocarpa Benth. var. vestita Chodat & Hassl.; Piptadenia microphylla Benth.; (#147)

Aussehen:

Die Pflanze ist ein Baum mit schwarzen Bohnen, der aehnlich wie A. peregrina aussieht. (#11) Die Pflanze ist weniger an tropische Bedingungen gewoehnt wie A. peregrina und sie ist leicht zu keimen. (&1)

Vorkommen:

Die Pflanze kommt im suedlichen Teil Suedamerikas vor. (#11, &1) Genauer kommt sie in Ostbrasilien, (#45) Argentinien (#11, #45, #47, #62, &1) und im suedl. Peru, (#11, #45, #62, &1) in Chile (&1) und Bolivien vor. (#11, #45, #62, &1) Die Verbreitung erstreckt sich vom hohen, kalten Altiplano, ueber die Atacamasalzwueste bis hinunter zur Kueste. (&1) Die Variation A.c. var cebil kommt in Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und in Suedostbrasilien vor. (#45)

Indischer Ozean: Mauritius(eingefuehrt); Suedamerika (unsicher): Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Peru; (#147)

Ausserdem gibt das ILDIS LegumeWeb folgende Verbreitungsgebiete fuer die var. cebil an: Indischer Ozean: Mauritius (eingefuehrt); Suedamerika (einheimisch): Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Peru; (#147)

Pflanzl. Fam.:

Leguminosae - Huelsenfruechtler

Allgemeines:

Die Pflanze ist nahe verwandt zu A. peregrina, aus der in Suedamerika und in der Karibik ein halluzinogenes Schnupfpulver bereitet wird. Auch unsere Pflanze wird in verschiedensten Formen als Schnupfpulver verwendet, dass aber immer aus den Samen bereitet wird. Die Species A.c. hat noch eine Unterart, naemlich A.c. var. cebil, die auch Basis vieler Schnupfpulver ist.Die aktiven Inhaltsstoffe von A.c. koennen vermutlich nur geraucht oder geschnupft werden, da sie bei oraler Aufnahme im Magen zersetzt wuerden. Erst durch Zugabe eines MAO-Hemmers, wie den Samen von Peganum harmala (der Steppenraute), kann DMT seine halluzinogene Wirkung, oral, entfalten. Also muss die chicha der Inkas nicht nur A.c., sondern auch eine weitere Pflanze mit einem MAO-Hemmer beinhaltet haben, oder aber A.c. beinhaltet selbst MAO-Hemmer. Ebenso ist Bufotenin enthalten, wo nicht klar ist, ob ein MAO-Hemmer noetig ist, um das Alkaloid oral wirksam zu machen. (eigen)

Kuerzlich wurde von den Mashco Indianern des noerdlichen Argentiniens berichtet, dass sie Bereitungen aus A.c. Samen Rauchen und Schnupfen. (#11, #47) Die Variation A.c. var cebil wird von paraguayanischen Indianern als Rauschdroge genutzt. (#62)

Wirkungen:

Es gibt keine spezifischen und historischen, mir bekannten, Beschreibungen ueber die Wirkungen dieser Pflanze. Es muss deshalb an dieser Stelle auf die Beschreibungen nahe verwandter Pflanzen mit den gleichen Inhaltsstoffen verwiesen werden. Es waeren vor allem die nahe verwandte Art A. peregrina aufzufuehren, aber auch andere DMT-haeltige Pflanzen, wie Desmanthus illinoensis, bestimmte Mucuna-, Virola- oder auch Acacia-Arten koennen angefuehrt werden. Vor allem die angefuehrten Virola-Arten werden oftmals zu einem Schnupfpulver verarbeitet, leider ueber einen als Derivat/Generika aufzufassenden Wirkstoff, das 5-Methoxy-DMT beinhalten. Da bei unserer Pflanze, gerade aber das 5-Hydroxy-DMT (Bufotenin) der Hauptwirkstoff zu sein scheint, koennen die anderen Pflanzen und Schnupfpulver nur bedingt als Beispiel zum Vergleich herangezogen werden, da ihre Wirksamkeit auf anderen, zwar sehr nahe verwandten Alkaloiden beruht, doch qualitativ geringfuegig differenzierende Eigenschaften ergeben wird. (eigen)

Es soll an dieser Stelle auch an die Abhandlung ueber den Inhaltsstoff DMT verwiesen werden, der ausreichend untersucht ist, aber auch an den vermutlich als Hauptinhaltsstoff vorkommenden 5-Hydroxy-DMT (Bufotenin) hinzuweisen, damit man sich ein klares Bild von der Wirkung dieser Pflanze machen kann, mit dem derzeitigen Stand an Informationen. (eigen)

Mit einem von Freunden erstellten Schnupfpulver nach dem Originalrezept, ohne Fermentierung, wurde nachdem die Droge in die Nasenloecher geblasen wurde, eine starke Uebelkeit und Schwindel nach ein paar Minuten festgestellt wurde. Nachdem man Erbrochen hatte, setzt ein halluzinogener Film ein, der bunt und voll von realitischen Pseudeohalluzinationen ist, die Farben sind ungeheuer intensiv und der Film hat Ton. Man bewusst aussteigen kann, die Augen oeffen, und nuechtern sein, die Droge hat einem nicht im Banne, es ist kein Delirantia wie Stechapfel (Datura stramonium) oder andere anticholinerge Delirantia. Die Wirkung ist eindeutig ueber einen serotinergen Mechanismus erzeugt. Eine Hemmung des 5HT2-Rezeptors durch Ketanserin hemmt die visuelle Erfahrung total, hat Batista et al. an Mimosa ophthalmocentra bewiesen. Es war nicht klar ob die Droge von A. colubrina oder A. colubrina var. cebil stammte. Es war eine ungemein niedere Dosis noetig. Die Samen sind stark halluzinogen wirksam und einige wenige Samen loesen bereits einen intensiven trip aus. Das Schnupfen dieser Droge ist optimal fuer diese Pflanze. Die Uebelkeit zu anfangs ist unnoetig, wird von den Indianern aber als Reinigungsritual aufgefasst und "genossen". Eine Vorbereitung durch Fasten und richtige Ernaehrung ist empfehlenswert. Die Erfahrung ist ungemein farbig und aesthetisch schoen. Die Bilder sind ausgesprochen farbig, detailreich und man erlebt regelrecht Stimmen, die ueber einen sprechen, die "Pflanzengeister sprechen zu einem" ist die Meinung der Indianer. Aktuelle Themen, die einem beschaeftigen, werden durchgearbeitet. So habe ich eine regelrechte Diskussion ueber ein Programmierproblem in HTML farbig gestaltet erlebt. Vor meinen Augen ist das Listing mit den farblich gekennzeichneten Fehlerstellen, bunt ausgezeichnet, erschienen. Die Erfahrungen werden allgemein als lehr- und hilfreich empfunden. Ein Zaudern, und hin-und-her wie bei LSD ist nicht der Fall. Man ist total im Geschehen, kann aber ausschalten, man kann wegschauen und sich auf seine normale Umgebung konzentrieren. Das senkt das Einnahmerisiko in Bezug auf einen Unfall oder unangenehmes Erlebnis. DMT kann und sollte in einer geschuetzten Umgebung konsumiert werden. Gerade die Uebelkeit am Anfang erfordert Gegenmassnahmen, so muss man sich mindestens kurz niederlegen, da einem schwindlig wird, und ein Kuebel, wegen dem Erbrechen, empfiehlt sich ausserdem. Ob das Erbrechen mit Antiemetika unterbunden werden kann und ob die Droge ohne MAO-Hemmer oral wirksam ist, muss noch untersucht werden. Diese Droge zu Schnupfen bringt die volle, traditionell bekannte Wirkung. Die Droge wurde nicht nur geschnupft, sondern traditionell mit einem Blasrohr in die Nasenloecher geblasen, um moeglichst nahe am Original zu bleiben.(eigen)

Die Wirkungen koennen nicht alleine durch das DMT verursacht werden, denn dies ist nicht Hauptalkaloid von A. colubrina, sondern das hoechtstens in dieser Pflanze verbreitete Bufotenin, welches selber halluzinogen ist, aber auch teilweise fuer die unangenehmen Wirkungen am Anfang mitverantwortlich ist. Wenn wie in OnlineForen diskutiert wurde, noch andere Alkaloide enthalten sind, was man inzwischen als gesichert annehmen kann, (v. Jungle Spice u.a.), kann man diese durch eine spezielle Extraktion auch ausloesen und rein darstellen, fuer weitere Untersuchungen. Bufotenin ist uebrigens auch im Tierreich bei bestimmten Kroetenarten "das Hauptalkaloid", was die Verwendung dieser Tierchen erklaeren koennte. Bufotenin ist ebenso rauchbar als Freebase und stabil in seiner Fumaratform, wobei es problemlos auskristallisiert, wurde in Onlinepublikationen gefunden. (eigen)

Das Bufotenin halluzinogen wirksam ist und viel weniger toxisch und unangenehm ist, wie das in klinischen Studien, ehedem durch Injektion verarbreichte, Bufotenin, ist inzwischen, nach den ersten Forschungsarbeiten von J. Ott, der dies auch erkannt hat, bewiesen worden von vielen weiteren folgenden Untersuchungen. (eigen)

Wirkdauer:

Nach eigenen Erfahrungen ist die Dauer bei einer Stunde anzugeben. Vielleicht etwas laenger. Dies gilt fuer die nasal konsumierte, Pflanzenbereitung. (eigen)

Subjektive Wirkungsbeschreibungen:

Es wurde ein Schnupfpulver bereitet, indem die Samen vorsichtig geroestet wurden, dann mit Steinen zermahlen und mit Asche vermengt. Das Resultat wurde in Grammmengen konsumiert, indem es mit Strohhalmen, die einen halben cm Durchmesser aufwiesen von einem Freund in die Nasenloecher geblasen wurde.:

Nach einer halben Stunde wurde es einem schwummerig und man fuehlte sich leicht schwach und uebel. Dies verstaerkte sich in einigen Minuten bis man Erbrechen musste. Daraufhin sstellten sich farbige, ur-bunte Visionen ein, die ungefaehr eine halbe bis einer dreiviertel Stunde dauerten. Die Bereitung von yopo wurde nachvollzogen und ist gelungen. Es ist bewiesen, dass die Samen stark halluzinogen wirken, bei einer Dosis von etwa 2g Schnupfpulver. (eigen)

Dosis:

Es gibt leider keine genauen Hinweise in der Literatur ueber die verwendete Dosis. (eigen)

Sucht:

Die Ausbildung einer koerperlichen oder glaubhaften, psychischen Abhaengigkeit ist nicht bekannt geworden. (eigen)

Warnhinweise:

DMT und Bufotenin (5-Hydroxy-DMT) sind starke halluzinogen wirksame Tryptamine, und es bedarf der entsprechenden Vorbereitung und Umgebung, damit man sich der recht schnell, schon bei niederer Dosis, eintretenden starken visuellen und psychodynamischen Erfahrungen stellen kann. (eigen)

Das Schnupfpulver loest bei allen Konsumenten, vor Einsetzen der Hauptwirkung, starke Uebelkeit bis zum Erbrechen hin aus. Dem muss natuerlich Rechnung getragen werden, ein entsprechender Platz bereitet werden, wo dies kein Problem ist, und man muss sich auch im Klaren sein, dass das voraussetzt, dass man fit ist! Erbrechen ist belastend und viele geschwaechte Personen koennen darunter stark leiden. Bei Gesunden ist es problemlos verdaubar und es sei jedem ueberlassen, was er denn so fuer Erfahrungen machen moechte in seinem Leben. (eigen)

Die Samen sind ungemein stark und oftmals ist A. colubrina/peregrina das guenstiges Angebot im Tryptaminsektor, was hauptsaechlich darauf beruht, dass es einer speziellen Aufbereitung bedarf, die viele nicht vermoegen umzusetzen, noch darueber genau informiert sind. Deshalb sind viele von der Droge enttaeuscht und meinen sie sei wenig wirksam, ohne jemals genau nachgelesen zu haben, wie dies in der Neuen Welt geschah und geschieht, um damit endlich die Erfahrung dieser alten Kultur nutzen zu koennen. Vorsicht vor anderen Bereitungen! Die originale Bereitung beruht auf der Verwendung von Asche, nicht irgendwelchen reinen und hochkonzentrierten, aggressiveren Produkten, wie Ca(OH)2 (Geloeschter Kalk), der muss entsprechend der Zusammensetzung von Asche verduennt werden. (eigen)

Es wird in Suedamerika nur Schnupfpulver aus den Samen gemacht! Es ist noch nicht genuegend abgeklaert, inwieweit andere Pflanzenteile verwendet werden koennen, oder verwendet werden. Es ist eindeutig bewiesen, dass die Blaetter und die Rinde halluzinogene Tryptamine enthalten, aber es ist NICHT klar, wieviele andere womoeglicherweise giftige Alkaloide und Stoffe enthalten sind! Aufpassen, dass nur die Samen verwendet werden ist ein Hinweis auf moegliche Probleme! (eigen)

Es ist grundsaetzlich vor der Bereitung von Schnupfpulvern ohne Kenntnisse zu warnen. Das Material muss sehr fein gemahlen werden und mit einer Base, traditionell Asche von bestimmten Pflanzen, vermengt werden im richtigen Verhaeltnis. Das erfordert einiges an Gefuehl und Uebung. Die Samen werden entweder zuvor in einer Pfanne getrocknet durch vorsichtiges Erwaermen, teilweise von der Schale befreit (das ist nicht ueberall ueblich), dann feinst gemahlen und mit den entsprechenden Aschematerial vermengt.
Ein zweites Verfahren fermentiert die Samen zuerst nach der Ernte und dann erst erfolgt die obige Verarbeitung.
Es ist auch auf die Bereitung von yopo-Schnupfpulvern aus der verwandten Anadenathera peregrina, oder auch die Varietaet von A. colubrina : A. c. var. cebil, die auch verwendet wird, hinzuweisen, die auf den gleichen Wirkprinzipien beruhen. (eigen)

DMT ist eigentlich kurz wirksam, wenn man es ohne zusaetzlichen Potentiator einnimmt, und die aufkeimenden Probleme loesen sich mit der kurzen Wirkzeit von alleine. Damit ist es eines der sichersten Substanzen im Halluzinogenbereich und kann zum Erlernen benutzt werden. Vorsicht vor hochdosierten Erfahrungen, DMT kann sehr vehement bildlich halluzinogen werden und hat ungemein starke visuelle Kraft, Bilder zu produzieren, auch mit geoeffneten Augen. Deshalb sollte man sich vorsichtig an die Wirkung herantasten und die Tatsache ausnuetzen, dass DMT in niederer Dosis milde Visionen erzeugt, die man nur mit geschlossen Augen wahrnimmt und Konzentration erfordert diese zu erleben. Bei hoeheren Dosen kommt es anfaenglich zu starken visuellen Erfahrungen, die ein Uebergang sind zur letzten moeglichen Erfahrung, die bei geuebten Usern die letzte absolut Substanz-spezifische Erfahrung darstellt, die nur bei DMT beobachtet wurde, typisch fuer diese Substanz ist, zum Erleben der "entities" fuehrt, die jegliche Spekulation in der informierten Psychedelic community ausgeloest haben, was sich denn da manifestiert im Geist. Allseits bekannt war ja der Spruch "The plant-teacher speak to you", die in der DMT-Wirkung die woertliche Repraesentanz dieses Spruchs ergaben, dass Konsumenten in Ihrem Kopf mit Bildern von Individuen konfrontiert wurden und freudig im Diskurs mit diesen ihre Probleme besprachen. Da kamen moralinsaure, ausgesprochen gesundheitsorientierte Anweisungen daher, dass das Modellpsychose-prinzip der Halluzinogenwirkung total pervertiert hat und die Vergangenheit der fruehen Formulierungsversuche verschwinden laesst. Dieses ungeheure Potential der Wirkung von DMT muss noch tiefgruendig erforscht werden, und hat zur Zeit nur allerleit verrueckte, nicht-beweisebare Theorien von Aliens, und sonstigen Muell erzeugt, der praktisch unbrauchbar ist. Eine weitere Erforschung in Hinblick auch auf die Erfahrungen der suedamerikanischen Schamanen ist noetig, um diese Moeglichkeit nutzbringend anzuwenden. (eigen)

5-Hydroxy-DMT (Bufotenin) ist noch nicht genug untersucht, um irgendwelche Informationen anzubieten. Die vor dem Verbot erfolgten Untersuchungen wurden i.v. durchgefuehrt und haben in dem Rahmen in dem sie durchgefuehrt worden sind, ausgesprochen unangenehme und auch koerperliche Reaktionen erzeugt, dass dazu gefuehrt hat, dass die Reinsubstanz Bufotenin bis vor kurzem als nicht halluzinogen und blutdrucksteigernd, cardiotonisch praesentiert worden ist, im kontinuierlichen Abschreiben und Hinzuformulierens. Inzwischen wurde die Substanz ausfuehrlich in anderer Applikationsform getestet und erwies sich alles andere als koerperlich herzwirksam, wie da rumgegeistert ist. Es erwies sich auch als halluzinogen, chemisch gegen Hitze stabiler wie DMT, und ist noch nicht genuegend getestet, um ein klares Bild der gesamten Dosis/Wirkungspalette zu ergeben. (eigen)

Die Anadenanthera-Arten scheinen auch grundsaetzlich in Schnupfpulverform verarbeitet das MAO-hemmende Prinzip der ayahuasca-Traenke teilweise schon innezuhaben. Damit waere ohne Zusaetze oraler Konsum moeglich, was sich beim Schnupfen auch darin zeigt, dass das Material nach dem Weg durch die Nase in den Rachen kommt, sehr schnell, einen Teil seiner Wirkung sicherlich dort erreichen muss. Gerade die schnelle, historisch uebliche Applikation durch das Blasen des Schnupfpulvers in die Nase, bringt die Droge schnell durch die Nasenloecher hinten in den Rachen, dass man kaum annehmen kann, dass alleine durch das schnelle Vorbeigleiten des Schnupfpulvers an den Nasenschleimhaeuten alles ausgeloest wird, wie wir das getestet haben. Gerade die intensive Magenwirkung hat sicherlich auch mit dem Eindringen des Schnupfpulvers in den Magen zu tun, werden wir noch sehen, wovon die Uebelkeit, meist Erbrechen ausloesende Wirkung am Anfang der halluzinogenen Wirkung, verursacht wird. Ob es ein anderes Alkaloid ist, eine Folge der Applikationsform oder gar in den Wirkungen von Bufotenin wurzelt. Die letzten Infos von DMT-Nexus deuten darauf in, dass durch intensive Reinigung des Bufotenin, dieses auch die magenverstimmende Wirkung verliert. (eigen)

Ein pharmazeutischer Abbruch der Wirkung wurde bis jetzt noch nie noetig, aufgrund der kurzen, kaum eine Stunde umfassenden Wirkdauer, sind die meisten Probleme nicht so intensiv belastend, wie sie z.Bsp. in der stundenlangen Wirkung von LSD, zermuerbenden Charakter annehmen koennen. Die kurze Wirkdauer macht auch eine pharmazeutische Intervention schwierig, da bis zum Wirkungsaufbau des Sedativas, die Wirkung eh schon erlischt. (eigen)

Zur Giftigkeit der Anadenanthera-Schnupfpulver ist zu sagen, dass DMT aufgrund seines endogenen Vorkommens im Hirn, seiner sehr nahen strukturellen Verwandtschaft mit dem Neurotransmitter Serotonin, schon grossteils von Enzymen im Gehirn abgebaut wird. Da kaum anzunehmen ist, dass aufgrund der Formmel und Aehnlichkeit mit Serotonin, irgendwelche neuen Stoffe, die gefaehrlich sind, gebildet werden, ist DMT dass vermutlich am wenigsten toxische Halluzinogen. DMT ist die Stammsubstanz der Tryptamin-Halluzinogene. Bufotenin und seine Metabolisierung sind mir derzeit nicht genug bekannt, so dass eine Info nicht moeglich ist. (eigen)

Geschichte:

Die Bohnen sollen bereits in vorkolonialer Zeit in Argentinien und im suedlichen Peru verwendet worden sein. (#11)

In den peruanischen Kuesten- und Andenlaender wurden Villca Fruechte oder Samen benutzt, um sie der chicha zuzusetzen. Das entstandene Getraenk hatte starke Wirkungen. Sie nahmen das Getraenk immer dann, wenn sie Rat suchten. Villca hatte auch in einem Reinigungsritual eine zentrale Bedeutung. Aus der Frucht wurde ein Trank bereitet, der zur Haelfte getrunken, zu Haelfte als Klistier verabreicht wurde. Aehnliche Bedeutung hatten die aromatischen Samen der espingo-Pflanze (Quararibea spp.) (#32)

1571: Ein frueher Bericht besagte, dass Inka-Medizinmaenner ein Getraenk namens chicha mit einer Pflanze namens villca zu sich nahmen, um sich zu berauschen. (#45)

1955: Fish et al. isolierten DMT aus dieser Pflanze. (#57/46)

1965: Granier-Doyeux stellt fest, dass die Samenhuelsen DMT enthalten und die Samen Bufotenin, Bufotenin-oxid und DMT-oxid enthalten. (Neurosoup)

1975: Costantini veroeffentlicht eine Arbeit, in der die Verwendung von A. peregrina, A. colubrina var. cebil und A. rigida bei paraguayanischen Indianern beschrieben wird. (#62/165)

1965: Granier-Doyeux stellt ausserdem fest, dass in A. macrocarpa (ein Synonym fuer die var. cebil) in den Samenhuelsen DMT und in den Samen Bufotenin, Bufotenin-oxid und DMT-oxid enthalten sind. (Neurosoup)

1977: Schultes R.E. findet in den Blaettern, der Rinde und in den Samen DMT, 5-Methoxy-DMT und verwandte Verbindungen. (Neurosoup)

2011: Anadenathera colubrina Samen sind problemlos ueber das Internet zu beziehen, und viele internationale Anbieter stehen mit unterschiedlichen Angeboten zur Verfuegung. Sie werden meist mit cohoba bezeichnet, einem Namen eines der klassichen Schnupfpulver, dass aus dieser Art erzeugt wurde. Anadenanthera colubrina Samen und auch die Samen der nahe verwandten Anadenanthera colubrina werden in der gesamten Welt nun als Schnupfpulver, aber auch als Rauchware geschaetzt. Eine Unterscheidung zwischen der Spezies und ihrer Unterart erfolgt meist nicht. Die Samen sind ungemein stark und oftmals ist A. colubrina/peregrina das guenstige Angebot im Tryptaminsektor, was hauptsaechlich darauf beruht, dass es einer speziellen Aufbereitung bedarf, die viele nicht vermoegen umzusetzen, noch darueber genau informaiert. Deshalb sind viele von der Droge enttaeuscht und meinen sie sei wenig wirksam, ohne jemals genau nachgelesen zu haben, wie dies in der Neuen Welt geschah und geschieht, um damit endlich die Erfahrung dieser alten Kultur nutzen zu koennen. Vorsicht vor anderen Bereitungen! Die originale Bereitung beruht auf der Verwendung von Asche, nicht irgendwelchen reinen und hochkonzentrierten, aggressiveren Produkten, wie Ca(OH)2 (Geloeschter Kalk), der muss entsprechend der Zusammensetzung von Asche verduennt werden. (eigen)

Pflanzenzucht:

Natural Growing Conditions:

Anadenthera colubrina grows as a tree up to 20 metres in height. It is often found with knotty or thorny bark. Its leaves are of the mimosa type, a little like fern fronds. It has white to pale yellow spherical flowers, which form clusters and are covered in fine white hairs. The flat, burgandy-brown seeds are formed in pea-like pods, up to 35cm in length and containing anything up to 10 seeds each. It grows in open grassland throughout the Southern Andes. The climate is tropical to subtropical.

Growing from Seed

Fresh seeds germinate very easily, but seeds sold for entheogenic purposes are likely be too old and are unlikely to germinate. It is important to buy only seeds sold as 'viable' if you intend to grow this species.

The seeds should be pre-soaked in sterile water for 24 hours. Boil the water and leave to cool to room temperature before submerging the seeds. The seeds and seedlings are very prone to rot so it is best to germinate in a medium containing no organic matter. Sharp horticultural sand, perlite and vermiculite are all suitable. Ideally, these should be sterilised first too. It is also possible to germinate these seeds between damp tissue paper in zip-lock bags. It has also been suggested to me to germinate by submerging the seeds in fresh water and changing the water frequently until germination has occurred. Regardless of which technique is used, it is important that all water is sterile.

The seeds require a minimum temperature of 22C to germinate, so a heated propagator, or other constant source of heat is essential. If you are using perlite/vermiculite/sand, plant the seeds in pots or seed trays about 1cm below the surface, and water lightly with a watering can or spray with a pump bottle. Make sure the growing medium is moist throughout, but not wet. Leave to stand for a while so any excess water can drain through the holes in the bottom. Then place the pots or trays in the propagator in a bright area away from direct sunlight. It is important that the pots/trays receive daily ventilation to prevent mould forming. You may need to water daily, or every few days, depending on the circumstances. Mould, and 'Damping-Off' fungus can be prevented (and cured) by watering with a half or quarter strength solution of Cheshunt Compound (this can be purchased in most garden centres). If you do not have access to Cheshunt Compound, sulphur, powdered chalk, or powdered limestone will help a little.

The seeds should germinate within a week, although this may take longer in some circumstances. Once the seedlings are showing through the soil, gradually acclimatise them to drier conditions, by providing progressively more ventilation. Water sparingly but regularly. Let the growing medium become almost dry between waterings, and stay alert for the appearance of mould, as this will kill seedlings very quickly. At the other extreme, you should ensure that the conditions are not too hot, as they will quickly wilt and die. I have lost several batches of these seedlings because of hasty removal from the propagator. Because the growing medium has no organic components, you should also start feeding with fertaliser. Begin by occasionally adding fertaliser to the water at 1/4 recomended strength, then 1/2 recomended strength, etc. Once the seedlings are big enough to handle safely, or are becoming overcrowded, they can be potted up individually.

Potting / Re-potting

For the first year they will grow slowly, and still require a free draining soil, such as 50% cactus compost, 50% perlite. Alternatively, ready-bagged bonsai compost would probably be suitable. In their second year re-pot in fresh compost. This time it can be very rich in organic components, but must still be fairly free draining. Something like 50% peat substitute, 25% coconut coir and 25% perlite, would probably be suitable. They should soon begin to grow more vigorously.

A 2cm layer of gravel or broken crocks (terracotta pots) in the base of the pot will provide extra drainage. Also, a 1cm layer of cactus top dressing or fish tank gravel on the surface will help to prevent the perlite from floating to the surface, cut down on excessive evaporation, prevent the soil compacting when watering from above, and it looks nice too.

Once they are established they will respond well to regular fertaliser feeds during the Summer months.

Once Established

They like full, warm sun and a free draining soil. They will not tolerate being waterlogged, and they are likely to withstand only a light frost. These plants will die if subjected to sub-zero temperatures, particularly if wet. Mine seems really happy being left outdoors all Summer, but I bring it indoors through the worst of the Winter months, and I'll continue to do so untill it's over 2m tall. (Plot55.com)


Bildquellen:

Abbildung 1: Photograph/in: unbekannt; Quelle: Wikipedia;


Bibliographie:

Das Quellenverzeichnis der Enzyklopaedie